Geschichte der hauswirtschaftlichen Dienstleistung

Geschichte der hauswirtschaftlichen Dienstleistung

Früher war es die Magd, heute ist es die Putzfrau. Aber was hat sich in dieser Zeit seit dem 19. Jahrhundert geändert und was blieb gleich? Wir möchten Ihnen die Geschichte dieser Berufsgruppe näher bringen.

Geschichte der hauswirtschaftlichen Dienstleistung

Um 1900 n. Chr. hiessen die Angestellten im privaten Haushalt Magd oder Dienstmädchen. Die Anstellungsbedingungen waren extrem schlecht. Die Herren und Haushalte, die sich eine Angestellte leisteten, hatten die volle Macht über die Frauen. Die Mägde hatten praktisch keinen rechtlichen Schutz, da sie als minderwertig galten. Ihre Arbeitgeber durften sie jederzeit kündigen, wenn sie einen der folgenden Gründe nachweisen konnten: andauernde Krankheit, Untreue, Trunkenheit, ausgelassener Wandel, fortgesetzter Unfleiss, Ungehorsam, eigenmächtiges oder heimliches Entlaufen. Sie haben richtig gelesen: Entlaufen wurde mit der Kündigung bestraft. Die Arbeitnehmerin wohnte bei dem Arbeitgeber und durfte ohne die Erlaubnis des Herrn den Haushalt nicht verlassen. Wollte die Arbeitnehmerin allerdings kündigen, hatte sie immer eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Ging sie vor diesen drei Monaten weg, holte die Polizei sie zurück und übergab sie ihrem Arbeitgeber.

In vielen Fällen wurden die Hausbediensteten geschlagen, was nicht gegen das Gesetz verstiess. Zu alledem mussten sie bis zu sechzehn Stunden am Tag harte und körperliche Arbeit verrichten. Meistens waren es Mädchen, oft erst 14 oder 15 Jahre alt, die vom Lande in die Stadt geschickt wurden, um dort Arbeit zu finden. Die Eltern erhofften sich so, dass ihre Töchter durch die erlernten Fähigkeiten im Haushalt eine bessere Chance auf einen angesehenen Mann hatten. Anstellungen fanden die Mägde in fast allen Schichten der Gesellschaft, da es zum guten Ton gehörte, mindestens eine Angestellte zu haben. Die Arbeitgeber der unteren oder mittleren Schicht sparten einfach bei der Ernährung und bei der Unterbringung der Haushaltshilfen oder Mägde.

Die Änderung und Verbesserung der Anstellungsbedingungen begannen mit dem 20. Jahrhundert und der Emanzipation. Die Frau stand für ihre Rechte ein, und die Politik anerkannte diese Rechte. Doch durch die schlechte Wirtschaftslage und das veränderte Bewusstsein war es nicht mehr so verbreitet, dass jeder eine Haushaltshilfe anstellt. Viele Hausfrauen bestanden darauf, ihren Haushalt selbst zu machen und dafür keiner geldbringenden Arbeit nachzugehen. Die Personen, die sich eine Putzfrau leisteten, waren meistens in der oberen Mittel- oder in der Oberschicht. Die Putzfrauen hatten grösstenteils Arbeitsverträge, und die ersten Agenturen kamen auf. Die Bedingungen wurden fairer, obwohl der Job einer Reinigungskraft auch zu dieser Zeit kein angesehener Beruf war. Dementsprechend wurden sie auch nicht sehr gut behandelt.

Um die Jahrtausendwende herum gab es einen Wandel in diesem Denken. Die Anstellungsbedingungen wurden besser, die Putzfrau wurde nicht mehr nur als Bedienstete angesehen. Die Reinigungsbranche erblühte und erhielt einen Teil der Anerkennung, die ihr zusteht. In den privaten Haushalten war es zu dieser Zeit allerdings so, dass ein Grossteil der Putzfrauen schwarz angestellt wurde und deshalb keinen rechtlichen Arbeitsschutz, keine Versicherung für die Arbeit oder eine richtige Altersvorsorge besass.

Die Digitalisierung brachte die Wende. Die heutige Zeit ist davon geprägt, dass die Arbeitswelt immer schneller wird und wir kaum noch Zeit für unsere kostbare Freizeit haben. Ausserdem ist die Emanzipation mittlerweile so weit, dass auch eine Frau mit Kindern wieder Anschluss in der Arbeitswelt findet. Die Zeit, die uns zur freien Verfügung steht, möchten wir nicht mehr für die Haushaltsarbeiten verschwenden. Dementsprechend werden die Putzfrauen und Haushaltshilfen von vielen verschiedenen Personen aus verschiedenen Lebensabschnitten beschäftigt. Auch in der Reinigungsbranche hat die Digitalisierung Einzug gehalten. Die richtige Anstellung der Putzfrau ist nicht mehr so kompliziert und/oder wird einem sogar komplett durch eine Agentur abgenommen.

Da es nicht mehr nur darum geht, eine unliebsame Arbeit an jemanden abzugeben, der diese gerne und gut macht, sondern hauptsächlich darum, seine kostbare Zeit für die wichtigen Dinge im Leben freizuhalten, ist der Fokus der Arbeit der Haushaltshilfe immer mehr auf das komplette Haushaltsmanagement gerückt. Alle Aufgaben werden bestenfalls von einer Person übernommen. Aus diesem Grund benötigt der/die Angestellte mehr Erfahrung in diesen Bereichen, um den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. SwissButler beschäftigt deshalb Haushaltshilfen mit Berufserfahrung aus allen Bereichen der Hauswirtschaft. Wir haben beispielsweise Mitarbeiter, die bereits in einer Wäscherei, einem Hotel oder anderen privaten Haushalten gearbeitet haben. Die Kunden sind heute nicht mehr nur die Mittel- und Oberschicht, sondern auch Wohngemeinschaften sowie Single- und Familienhaushalte aus allen Schichten, die sich die verdiente Entspannung durch eine Haushaltshilfe gönnen. Dementsprechend haben sich auch die Anerkennung und Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Putzfrau verbessert. Sie wird in gewissen Fällen wie ein Teil der Familie behandelt und angesehen. Eine solche Wertschätzung ist für uns als hauswirtschaftlicher Dienstleister sehr schön zu sehen.

Das Aufkommen von Agenturen wie SwissButler ist die positive Änderung, die es für das Hauspersonal gebraucht hat. Die wertvollen Haushaltshilfen werden als die Ergänzung und Unterstützung im Haushalt angesehen, die sie auch sind. Nicht nur für die Haushaltshilfen, sondern auch für die Kunden hat diese Entwicklung nur Positives gebracht. Sie haben überall die gleichen fairen Anstellungsbedingungen und sind gesetzlich versichert. Bei vielen privaten Kunden ist dies auch heute noch nicht der Fall. Auch die Unterstützung in einer Situation wie der Corona-Pandemie ist eine grosse Hilfe für die Angestellten. Ein grosses Plus ist sicher auch, dass eine Firma wie SwissButler bereits vor dieser Krise einheitliche Hygienemassnahmen durchgeführt und geschult hat, um unsere Angestellten und Kunden jederzeit möglichst gut schützen zu können. Für solche Ausnahmesituationen wie die jetzige bestanden bereits Notfallpläne. Durch die langjährige Erfahrung mit den bestehenden Einkaufservices und einer kontaktlosen Variante konnten wir unsere Kunden auch in der Krise weiterhin unterstützen. Dank dieser Hilfe und Unterstützung kann mit einer solchen Ausnahmesituation einfacher und optimaler umgegangen werden. Auch die Mitarbeiter profitieren von dieser Form der Anstellung, da eine Agentur schneller an wichtige Informationen herankommt als Privatpersonen.

Unsere professionellen und freundlichen Kundenberater bei SwissButler geben Ihnen gerne nähere Auskunft zu den Möglichkeiten der heutigen hauswirtschaftlichen Dienstleistung.

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